Lautlos hinter...
(aus:
Hinüber denn. Weiter, Gedichte, Klett-Cotta)
Lautlos hinter
zeitkristallin mehrendem Glas:
Zitterndes Herz
klar, immerfort
Strömend und hier
zitternd, pochend
Und von oben
Weißes Glutlicht
daß es aufspringt
das pochende Herz
in die Farben; milde
Eisig klar aber
ohne Unterlaß drängt es
Fort
und ist
Hier, zitternd, vom
Kiesel unten ins Pochen gebracht
Verflimmerndes Herzaug
gewunden und
ewigkeitslang.
Vom Ufer herüber die
Schatten
der Lilien, der Erle, der Weiden
Duft
benimmt, so dicht
ins Leichte des Atems gesammelt:
Aufgegrünte Mahd
geschnitten, schon
dorr.
Rezension I Buchbestellung IV02 LYRIKwelt © Klett-Cotta