Und in den Strahlen spielt die letzte Sonne
So daß sie glühn wie Feuergarben
und wirbeln wie ein Spiel von Funken.
Kühl fließt die Luft auf grünem Rasen
Die Menschen gehen hin im Abend
Wie Schatten, still und stumm und leblos,
Als sähe keiner mehr den andern
und hätte Augen, die nach innen blicken
und ginge wie in einem großen Schweigen.
Es ist wie ein gedämpfter Reigen
und die Figuren sind wie ausgeschnitten.
Vergessen sind sie, wenn sie hingeglitten.
Da schluckt das Becken plötzlich. In den Rachen
stürzt jäh die Wassersäule, stürzt zusammen
züngelt nur noch und wallt in weißen Flammen . . .
Und zuckt noch auf . . ., um jäher zu ermatten.
Und nun ist Stille in dem Reich der Schatten.
Zu tiefem Sinnen lockt die Abendkühle.
Rezension I Buchbestellung I home II09 © LYRIKwelt