Ulrich Schödlbauer

L'Horloge

1

"Alles
ändert sich. Nichts
bleibt, wie es ist."
Davon
gehen wir aus.

-Aber
wie soll eins denn
von etwas aus-
gehen, wenn es
nicht bleibt?-

Keine
Lösung in Sicht,
wie es scheint. So
bleibt das Problem.
Was sonst?

2

Aber
wenn doch nichts bleibt,
wird es vermisst?
- Davon
gehen wir aus.

Also
nehmen wir an,
Sehnsucht allein, sie
liefe
vorwärts zurück,

wohin
käme sie denn?
- Nicht weiter als
hierher, und schon
geht sie dahin.

3

"Das war
nicht im Takt." Doch
so geht es fort.
Der Takt, er
bliebe ja sonst. Und
das darf nicht sein.

Bliebe er, so
stände die Zeit
still, wie gedacht.
Gleich
ist es soweit.

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