Im Gespräch mit einem Patheten
Eine Saufeder reißt
das Blut aus diesem Herz, während
das Flattern der Flaggen, sie schlagen im Wind, mein Auge
streift. Weiß ist das Herz und Weiß die Farbe deines
Herrn, für den du schreist hier auf dem Feld.
Kein Schmerz tötet dich; nur der Wind in deinen Haaren
auf deiner Haut presst dir eine Zähre zwischen die
Zähne; eine Träne, wenn du da kniest, die Lanze
zwischen den Rippen und um deinen Atem ringst.
Wir, deine Geister, tragen letzte Gedanken zu deinem
Weib. Nebel steigen auf, und im diesigen Dämmern
des Diesseits verschwindet dein Leben im ersten Licht eines neuen Morgens.
Ich bin ich, der das Herz auf dem rechten Fleck
trägt. Auch wenn ein Schwert es durchbohrt, ist es noch
rein, denk ich an dich, Frau im Morgenwind, wenn du
gehst mit gelöstem Haar, und das Weiß deines Mantels
zieht dich nach vorne vorüber an mir.
Vorüber an dir kann ich nicht ziehen, wenn
du daliegst im Schmerz, und meine Liebe flüstert im letzten
Hauch, der sich dem Wind ergibt, bevor du zu
Boden sinkst, und in deinem Ohr den Tau
fühlst, der sich morgens im Grün des Grases wiegt, wenn
ich mit dir erwache. Dann küsse ich deine Augen, ehe die
Lider sich senken und die Zeit in einer Träne verrinnt.
Klopfender Regen platzt in das Dunkel.
Mit einem Tuch trockne ich mein Gesicht.
(2001)
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