Günter Scheibel

...zeitlos...

.... zeitlos


Es sind die Jahre nicht die unser Leben schreiben-
das Alter ist im Reigen all der Seeligkeiten
nur ein Begriff an dem sich kleine Geister reiben-
denn von Geburt an - ohne Wissen - durchschreifen

wir die Zeiten - bestrebt den Sinn und Zweck zu finden
der uns hergeführt um Freude und auch Leiden
zu bestehen - von Anbeginn empfinden
wir die Ohnmacht in dem Reigen

der Alltäglichkeiten - die zu überwinden
wir gezwungen sind - erkennen schon mit einem Blick
was machbar - ohne schmerzhaftes Empfinden
uns weiterträgt - ganz nah ans Glück -

Wir sagen Kindheit zu dem Abschnitt unsres Lebens
der am Anfang liegt - gequält von Zucht und Lebensfreude -
erhoffen wir uns täglich - meist vergebens
eine bessre Zeit - beginnen ganz allmählich dem Gebäude

in dem wir uns bewegen - ein Fundament zu bauen -
was uns gelingt ist meist ein Stück Gehorsamkeit -
gepaart mit Staunen - gelingt es hier doch nur den Schlauen -
die sich vorwärts drängen - Aufmerksamkeit

zu finden die uns allen schon als Kind gebührt -
In Freude und mit Tränen durchschreifen wir die Jugend -
tapfer und stets gewillt alles zu geben - berührt
von den Erfahrungen - gepaart mit all der Tugend

die wir in uns tragen - so streben wir dem Zeitraum
zu den man erwachsen werden nennt -
Die Wurzeln tief im Boden nähren unsern Lebensbaum -
die Früchte die er tragen wird noch keiner kennt -

Vor vielen Jahren hatte ich das Glück
so manchen Schritt ganz einfach neben dir zu gehn -
hatte mein Sinn und auch mein Auge ein Stück
von deinem Sinnen und dem frohen Weltverstehn

erfaßt - und all die Kinder und die Frau an deiner Seite
umarmten mich in offener Geborgenheit -
ich fühlte und verstand die Weite
all der Seelen in meiner eignen unerfüllten Seeligkeit -

Die Jahre flossen wie der Strom dem Meere zu
begleitet von den Jahreszeiten -
die ein Maß der Stunden - die im Auf und Ab
der Stromesschnellen
uns begleiten - dann verschwinden - plötzlich wieder vor uns stehen -
Glück und Schmerz bereiten -
uns übertönen - nahezu ersticken - in andrer Form -
als Lebensquell -

das frische Naß als edle Spende ...

.... und hier beginnt die Wende -

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