Der Dichter
Der Dichter geht den dunklen
Pfad,
Den vor ihm Gott gegangen.
Er sät ins Dunkle. Wenn die Saat -
Wer weiß wann ? - aufgegangen:
Wird Licht sein, Tag sein. Dies
die Tat
Des Dichters, den wir meinen.
Er singt, er sät, er denkt, er hat
Ein Herz, zur Nacht zu scheinen.
Dann fragt, was „Kunst“ sei,
niemand mehr,
Das Wort, rein, wahr, verständlich
Im Selbst - (Kunst, ach, wie lang ist's her?)
Ist Wahrheit, Stern, Unendlich.
Rezension I Buchbestellung I home II11 LYRIKwelt © Quelle: An die Freunde der Dichtung von Karl Röttger. (Aufruf zur Bildung einer Karl Röttger Gemeinde) 1947