Jan Volker Röhnert

Regen (Aus dem Amerikanischen)

Es regnet, Robert Creeley
schrieb ein Gedicht, während
es regnet, übersetze ich

die Worte sind klar aber
zweifelhafter als die
Vogelstimmen die laut

aus den Wiesen kommen
es ist vorbei und wir
wissen was in den Briefen steht

die morgen erscheinen werden.
Das Gefühl ist ein klares
Fenster, nur die Umgebung

anhaltend trüb. In den ungewissen
Augenblicken danach, auf
dem leeren Kopf Stein Pflaster da

man seinen Namen höchstens, als
Echo, gerufen hört, schnappen
wir uns die Kirschen, rot

aus den übervollen Zweigen, und
die Gefahr bleibt gebannt, der
Schlaf willkommen.

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