sang über dem sturm plateau:
wenn der mund trocken
bleibt kommt der mond tropft
wenn schaum drauf bleibt staunt rauchschatten nicht weniger
wenn geier grössere stammflüge greifen stammen steife glanzfelsen
wenn also in mir jemand ausser mich mit stürtzt stammel ich
wenn wer also unter mich starrt staunen mir felsen über geieraugen
wo aber träumt er unter schattenbauten träumt schluchten oder
wo aber phantasiert er mir den vogelflug wie tintenstriche
wo aber stirnen wie mondlicht mir zwischen staubhäusern und blech-
karaffen ganz im trudel der träumerei getröpfert unter sturm und stimm-
gesang (noch ein konischer rauchzeiger) ganz zwischen hirnstern und
startbahn ausgeflogen (ausserirdische klangzirkel) aufgefolgert
in violetten vertäuten phantastisch gezinkten gebieten
wenn der mund also wie ein abhang
darüber stürzen nordlich fast wie aus kaskaden
falter in räume ausgemacht und balancierte später
noch am abend zwischen den kirchtürmen leichteren
sichelfusses wie drahtig flinken schuh gestirns über und
hielt wie aus buchten atem an sich
(2001)
Rezension I Buchbestellung II02 © LYRIKwelt