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Aphorismen
(aus: Wortklaubereien,
Aphorismen, 2003, Wolkenklang-Verlag)
Wer den Schatten ehrt,
wird nur Schattenglück beschert
Die Bank:
Der Ort, an dem Betrug und Diebstahl
ihre Beglaubigungsurkunden
im Panzerschrank versperrt haben.
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Der Industriekapitän schreibt ein Manifest
über gerechte Einkommensverteilung.
Das irdische Paradies ist zum greifen nahe.
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Auch die Reichen müssen sterben.
Aber sie leben, als würden sie unsterblich sein.
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Schweigen ist Gold.
Hat sich damit schon jemand Reichtümer angehäuft?
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Der Kapitalismus lebt von den Zinsen der Bettler.
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Sich satt schlafen. Reichtum der Armen?
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Durch Orden und Titel erspart sich der Staat viel Geld.
Der Philister aber fühlt sich bereichert.
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Der Satte fragte den Hungrigen:
Warum hast du nicht gegessen?
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Es ist ein großes Glück,
wenn man ein Leben lang
nicht mit Orden behängt wurde.
Man ist vom Asthma verschont geblieben.
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Die Polizei:
Dein Freund und Helfer.
Sie hilft Dir auch, wenn Du sie nicht brauchst.
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Die Hälfte
unserer Energie und Kraft und Zeit
gehören dem Staat,
da soll er uns wenigstens ein Zehntel davon
zurückgeben, da wären wir reiche Leute.
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