Die Endlichkeit des Lichts von Susanne Riedel, 2001, Berlin

Susanne Riedel

Die Endlichkeit des Lichts
(Leseprobe aus: Die Endlichkeit des Lichts, Roman, 2001, Berlin-Verlag)

Ohne jeden Zweifel verdiente seine Mutter das meiste Geld, aber selbst als Atomphysiker wäre sie erfolgreicher als sein Vater gewesen. Nur in einem waren sich beide ebenbürtig: Es galt, Lebensweisheiten in Söhne zu ergießen, die man ohne überflüssige Gedanken an die Folgen in die Welt zu setzten hatte. Der demütigende Geschlechtsakt, der zu Alakars Zeugung führte, mußte ein physikalisch-psychologisches Theorem gewesen sein, determiniert und dennoch unbestimmt wie die Plancksche Konstante.

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