Lutz Rathenow

Nahe Saalfeld, im Zug
(Leseprobe aus:
Gelächter, sortiert, Neue Folge, Gedichte, 2010, Verlag Ralf Liebe).

Zu schön das Land, zu grün
sterben die Bäume lebenslänglich,
so wollte ich Zug fahren: eine Kindheit
lang auf Gleisen, immer neue Orte.
Die Welt eine Schnellbahn, die auch mal
bummeln darf. Sich wandelnde Wolken
als Haut über allem: Spielzeug grünt
und leuchtet. Vor allem: nie stillstehn.

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