Lebensstufen
Kindheit, holde
Gauklerin,
Verzaubert und betört,
Macht träumen, daß die frohe Zeit
Besteht aus Unvergänglichkeit,
Für ewig dir gehört.
Weisheit schien
dir antiquiert,
Als Jugend noch gelacht;
Unstet auf buntem Lebenssteig,
Voll Übermut und gar nicht feig,
Manch großen Sprung gemacht.
Einsicht macht den
Mensch erst reich,
Das war nicht immer so,
Bewußt lebst du nun Stund um Stund,
Küßt nicht mehr jeden roten Mund,
Und bist darob recht froh.
Reife klärt
hernach den Blick,
Da wird nicht schön gemalt;
Was gestern noch nach Frohsinn klang,
Ward heut zu einem Totensang,
Ein stilles Licht erstrahlt.
Dämmrung
steigt vom Berg hinab,
Die Seele atmet auf,
Bedächtig gehst du jeden Schritt,
Denn deine Zeit geht stetig mit
Bis zu der Sterne Lauf.
Rezension I Buchbestellung 0I01 LYRIKwelt © B.P.G.