Unendlichkeit
Sehe aus dem Fenster, -
schaue in die Nacht.
Erahne ihre Farben, ihre Kreaturen.
Sehe die Sterne, den Mond,
spüre ihre Unendlichkeit.
Sehnsucht beschleicht mich.
Atme tief die Luft der Nacht,
spüre die Endlichkeit meiner Lunge.
Höre das Meer, schmecke das Salz.
Das Szenarium kreiert einen Streifzug in die Unendlichkeit.
Fühle den Wind – wünschte,
ich könnte einfach mit ihm entfliehen.
Stoße wiederum and die Grenzen meines winzigen Seins.
Gibt es denn nichts, was uns einen Hauch von
Unendlichkeit verleiht?
Uns unsterblich macht?
Alles erscheint endlich und vergänglich...
Und ich möchte nicht endlich sein.
Und doch gibt es eine unerklärliche Kraft, die
uns einfältige Menschen
von den Scherben des Kosmos unterscheidet.
Einen Hauch von Unsterblichkeit verleiht –
Liebe.
Erst sie schenkt uns Farbe, Stimme, Gefühl.
Leiht uns die Luft zum Atmen.
Haucht uns ihre unsterbliche Seele ein.
macht uns jeden Tag ein wenig unvergänglicher.
Sollten niemals aufhören, sie zu leben.
Sonst holt uns die Vergänglichkeit ein.
Erst wer liebt, wird in Herz und Seele des Geliebten unsterblich.
Ebenso wie der Hass.
Dem untrennbaren Gefährten der Vergänglichkeit.
(2004)
Rezension I Buchbestellung I home 0I06 © LYRIKwelt