Gib gerne
Wilst du dem höchsten Gott’ auf
wucher etwas geben /
So gib dem dörftigen / und lass jhn nicht in noth /
Wo du jhm helffen kanst: der schlägt den bruder tod /
Des er sich nicht erbarmt. Wer gerne gibt / ist eben
Als ein gesegnet land; und eine von den reben /
Die Gottes hand gepflantzt. Darumb / so brich dein brodt
Dem / der da hunger hat / und liegen muss im koth’ /
Als denn so wirst du wol von Gottes renten leben.
Was du dem armen thust / was du dem armen giebst /
Wenn du dem armen hilfst / wenn du den armen liebst /
Des nimmt sich Christus an / als wär’ es jhm geschehen.
Thu guts vnd fahre fort ohn alle müdigkeit.
Gib reichlich / wo du kanst mit lust und fröligkeit.
Wer reichlich ernden wil / der mus auch reichlich säen.
Rezension I Buchbestellung II03 © LYRIKwelt