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Regengedicht
(Leseprobe
aus: Verläßliche Schatten, Gedichte, 2000, Zu
Klampen/Edition
Postskriptum, hrsg. von Heinz
Kattner)
Fenster mit Regenschraffuren.
Ich wollte euch
lange schon diesen Ausblick
beschrieben haben den Ort
wo ich lebe den Unort seit je
das sogenannte Grasdach
vor meinem Fenster die Steppe
zuzeiten von blühendem
Schnittlauch überwuchert.
Er ist an sich
ohne Bedeutung.
Am Fenster morgens
bin ich beim Regen
vor dem Fenster
irgendwo klöppelt es auf Blech
sehe ich am Fenster
die Rückseite des Regenbildes
Die Erinnerung an diesen Morgen
wird nichts bewahren
als ein kommender Regenmorgen
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