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Zuviel Sonne
(Leseprobe aus: Zuviel Sonne, Erzählungen,
2008, Erata-Verlag).
"Das Haus ist mit Brettern umzäunt, ein Eisenbett, das
quietscht, dient als Tor. Ich stoße es auf. Die Federn spannen sich und es
prallt zurück. Ich gehe über den Hof. Über nackten Boden. Ich laufe hastig und
gespannt. Eine hagere Gestalt mit grell gefärbten Haaren überquert den Platz.
Sie verschwindet in einem der Wohnwagen. Hoffentlich ist er noch da. Bei diesen
Menschen weiß man nie. Eines Tages sind sie einfach weg. Unvermittelt tauchen
zwei Hunde auf. Sie kämpfen um einen Knochen. Ich gehe ihnen aus dem Weg. Der
Knochen fällt in eine Pfütze, die Hunde stürzen sich auf ihn, Wasser spritzt und
klatscht auf die Strümpfe. Ich bücke mich, streiche den Rock glatt. Und zwinge
mich, Schritt für Schritt, an den Hunden vorbei."
Rezension I Buchbestellung I home IV08 LYRIKwelt © Erata Verlag