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Abschied
(Leseprobe aus:
Abschied, Erzählung, 2003, Wallstein-Verlag).
Und er heißt Doktor Phil und
schreit Mama, Mama.
Langer langer Flur, in der neuen Wohnung der Eltern, Marie und die
Mutter stehen in dicken Mänteln im Eingang der Wohnung.
Mama, Mamska.
Hohes Rufen von hinten, vom Ende des Flurs, die Tür am Ende des Flurs
zum Bad ist weit offen.
Die Mutter läuft dorthin. Im Laufen wirft sie ihren Mantel ab, den Marie
auffängt. Marie schüttelt Schneeregentropfen von Mutters Mantel.
Die Badezimmertür schließt sich hinter den Eltern.
Mutters Stimme, nicht schlimm, ist zu verstehen, diesmal nicht schlimm.
...
Der Vater wankt durch den Flur. Er trägt ein blütenweißes Oberhemd,
darüber eine weinrote Weste, Kaschmir, die Hosen haben Bügelfalten. Er
trägt graue Socken, schwarze Schuhe.
So ist mein Junge anständig. Properes Kerlchen.
Die Mutter redete sonst manchmal so. Früher. Neuerdings, jetzt im
Winter, spricht sie wenig. Sie hat sich aufs Horchen verlegt. Mutters
Ohren. Mutters Ohren sind Federn, sind Flügel, die Mutter ist ein Vogel,
fliegt auf, fliegt hoch, um ihren Jungen zu finden, ihren Mann. Sie
findet den Vater überall.“
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