Alexander Peer

Wandel
(Die ausgewählte Arbeit ist der Sammlung "Worte sind Gedenkstätten" entnommen, einem Projekt, das 1996 begonnen wurde und ein offenes Ende hat. Die Texte sind inhaltlich und stilistisch sehr weit gefasst.)

In dir, in mir ein Lachen laut, 

die Hoffnung lag schon halb dem Schmerz voraus, 

umarmend wegbewege mich: 

Ein Taumel stets, das erste Strecken, 

spüren diese Enden der Parabel 

und der Glieder meines Körpers.

Die Mitte in dem Beugen, 

ein Stechen, das verklingt. 

Ein Krampf entspannt sich tagelang.

Drehen sich und wenden, 

denken ohne Strick und Beil, 

verlorengehen in Gebilden, 

ausgesogen, matt, 

den Kopf noch senkend auferstehen!

Standhaft bleiben in dem Schwanken, 

wahrzunehmen, zu nehmen 

ohne zu erschrecken, 

weiter können durch das Leben!

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