Wandel
(Die ausgewählte Arbeit ist der
Sammlung "Worte sind Gedenkstätten" entnommen, einem Projekt, das
1996 begonnen wurde und ein offenes Ende hat. Die Texte sind inhaltlich und
stilistisch sehr weit gefasst.)
In dir, in mir ein Lachen laut,
die Hoffnung lag schon halb dem Schmerz voraus,
umarmend wegbewege mich:
Ein Taumel stets, das erste Strecken,
spüren diese Enden der Parabel
und der Glieder meines Körpers.
Die Mitte in dem Beugen,
ein Stechen, das verklingt.
Ein Krampf entspannt sich tagelang.
Drehen sich und wenden,
denken ohne Strick und Beil,
verlorengehen in Gebilden,
ausgesogen, matt,
den Kopf noch senkend auferstehen!
Standhaft bleiben in dem Schwanken,
wahrzunehmen, zu nehmen
ohne zu erschrecken,
weiter können durch das Leben!
Rezension I Buchbestellung I home IV04 LYRIKwelt © Alexander Peer