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Jetzt kann man
schreiben was man will
(Werkausgabe, Bd. 2, 2003,
hrsg. von Ernest Wichner, Hanser)
das
durchsichtige gedicht plaudert aus der schule es befindet sich auf einer
INNENSEITE etwa des klassenfensters wird aber von AUSSEN unter umständen d h
wenn es nicht schon beim schreiben spiegelverkehrt abgefaßt wurde ehestens beim
lesen als PALINDROM empfunden so nämlich heißt das fenomen dieses fenomen ermöglicht
es dem gedicht aus
der ELUSCH zu plaudern das ist nicht immer NÖSCH denn schon in der sechsten
zeile macht das wort AHA alles wieder fraglich denn wie ist es konzipiert?
verstehen sie AHA oder AHA? mit anderen worten haben es die lehrer oder die schüler
geschrieben lesen es die lehrer oder lesen es die schüler lesen sie es in der
klasse oder auf der straße wer liest wo wie? AHA oder AHA? oder ist alles noch
palindromischer? war auf der INNENSEITE die absicht ein für die INNENSEITE
spiegelgleiches AHA abzufassen nicht etwa mit dem zweck betrieben von AUSSEN
zwar ein spiegelverkehrtes gleichwohl aber von der absicht der abfassung her
spiegelgleiches die verkehrung von außen miteinbezweckendes und somit in der
tat doppelt spiegelverkehrtes also logisch spiegelgleiches AHA abzufassen? der
gedankengang läßt sich mit ähnlichen resultaten mehrfach durchspielen
verliert aber an relevanz wenn man bei näherer betrachtung auf eine scheinbar
vorgegebene symmetrie im AHA selber stößt die andererseits wieder die dinge
noch viel verzwickter macht oder nicht? aber richtig brisant wird das gedicht
erst in der achten zeile wo im wort REGEN die rassendiskriminierung und im wort
BEIL faschistoide elemente im deutschen volkslied angesprochen werden oder
nicht? fabelhaft vielschichtig in seiner schlichten pseudo-irreversibilität der
schluß SUSE AM SEIL OH EINE MEISE AH EIN HASE
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