Innen und Außen
Außen tobt die heißgelaufene Welt,
Nicht für einen Moment hält
Sie zur Besinnung an,
Es wird herumgewirbelt jedermann.
Darinnen das Refugium,
Wände aus Glas herum,
Ort der Kapitulation,
Hoffnungsblick nach vorn.
Draußen laufen alle vorbei,
Glauben fest, das sei
Der ganz normale Weg
In dem der Sinn des Lebens läg'.
Darinnen bist Du unter Gleichen,
Die nicht vor Dir weichen,
Denen Du nichts vorzumachen hast,
Schleppend eine ähnlich' Last.
Draußen sind alle gefangen
In endlosem Verlangen,
Dass sie noch Freiheit nennen
Ohne wahren Sinn zu kennen.
Darinnen bist Du eingeschlossen,
Doch Du hast etwas genossen,
Das ähnlich wie sie schmeckt
Und mit Dir Deine Wunden leckt.
Außen wird Innen, Innen wird Außen,
Lass einfach die Welt zerrauschen
In ununterbrochenem Tosen
Und find' darinnen zu Dir selbst.
Rezension I Buchbestellung IV03 © LYRIKwelt