Schatten
Im Traum stehst Du wieder auf,
Hilflos wie ein Kind,
Um einfach da zu sein,
Und ich reiche Dir die Hand.
Eher tot oder eher lebendig,
Genauso verloren in der Welt,
Wie ich verloren war,
Ohne Schutz und ohne Kraft.
Ich reiche Dir die Hand
Um Dich zu trösten,
Wie ich mir damals so sehr wünschte,
Du wärest für mich da.
Im Leben wär' ich nie darauf gekommen,
An Deinem Grab stand ich nur einmal,
Hoffte, begraben wär erledigt,
Doch im Dunkeln folgst Du mir.
Verirrte Seele,
Ich sah immer nur mein eigenes Pech,
Für Deines war einfach kein Raum,
Für Dein Unglück, Deine Verzweiflung.
Hast Dich an uns geklammert
Wie ein Ertrinkender an Treibgut,
Beinahe wär' ich d'ran erstickt,
Gehaßt hab' ich Dich dafür.
Verzeih, bist doch auch ein Opfer,
Zu spät ist's nun für Bedauern.
Das Beste, was ich wünschen kann,
Ist: Fang von vorne an !
Rezension I Buchbestellung III03 © LYRIKwelt