Maifragmente
Zwerg Dollfuß - Transkript
Dienstag, nach dem 1. Mai
Ahab hatte sich Erleichterung geschenkt: einen schön kompakten Roßhaarpolster. Fürs Lager, auf dem liegt er nun, den Rachenraum zur Magensäure verflüssigt. Schlucken des Saftes, bitter wie der Geschmack von Erbrochenem. Brennen in der Speiseröhre. Erwachen, Fixpunkt in einem Morgengrauen, das schon der Tagtraum war. Hoch zum Kühlschrank, kaum zwei Meter vom Lager. Öffnen desselben, ein Schluck Hylak Forte, Tinktur aus der Apotheke und das Leben hat so etwas von Strandgut. Schließen desselben. Zurück zum Lager, auf den Polster, Schwimmen angesichts innerer Verätzung. Langsame, konzentrierte Konvulsionen. Einen klaren Gedanken fassen. Das Brüllen des Monsterwhirlpools ist immer die Fabrik von nebenan. Gehupe vom Asylinnenhof gegenüber. Geschrei, Geplärre, Aufregung gesichtslos Ausgelieferter, die dem Prozeß extremst reduzierter Duldung begegnen.
Qual der Aussichtslosigkeit. Wieder zum Kühlschrank, zwei Tabletten Talcid, auch rezeptfrei, Panik vor der Brandung. Zurück aufs Lager, auf den wohlig festen, kompakten und kühlenden Roßhaarpolster. Dienstag, nach dem 1. Mai. Die neue Woche stülpt sich kondomatisch über ihn. Draußen ein schöner Tag. Talcid hilft immer. Leiden schleicht aus Eingeweiden. Etwas entspannt und entkrampft zusehens. Jetzt entwickelt der Polster seine volle Kraft. Einfallen in wohlige Dämmrigkeit. Zeit zum Ruhen nach dem Rausch.
Jäh drängt ein Rufton in sein Leben, Ende des Scheins von Erträglichkeit. Irgenwer da draußen kopuliert, dringt ein, bohrend und verlangend. Insistierend. Zur Strafe Schlaflosigkeit. Zeit der Trennung von einem Polster, der schon der Vertraute war. Noch mehr saufen! Täglich eine halbe Stunde am WC, wellness in symmetrisch ausgestalteter Atmosphäre: graue, warme Bodenfließen, ein grauweißes Klobrett, alles andere weiß. So kann es dauern, bis der Scheißfaden sich verdünnt, bis zur Tortur der Morgentoilette schließlich, der Waschung, des Ankleidens, des Prozesses der Wiederkehr des immer Gleichen. Jetzt hilft nur Tee, schwarzer, wohliger Ceylon-Tee, mit Milch. So hatte er das damals in England gesehen, in schwarzem Tee steckt die steife Brise der Brandung. Fußball, Musik und Tee, wohl das Einzige, was Briten heterostereotypisiert. Vielleicht noch die Monarchie.
+ + + staatsfunk/volksempfänger + mariazell: mahnung zum 1. mai + schönborn: appell an die kräfte der selbstreinigung + der vorsitzende der bischofskonferenz, kardinal schönborn, fordert die rückkehr zu den tugenden + eine gesellschaft ist so gesund, so stark die kräfte der selbstreinigung in ihr sind - das sagte kardinal schönborn am montag in mariazell in erinnerung an kardinal innitzer + deutlich nahm er auf den 1. mai als tag der solidarität bezug, auf die bedeutung der einfachen tugenden, des fleißes, des anstands, der ehrlichkeit, der hilfsbereitschaft, der verläßlichkeit + passau: polizei filmte nackte und einen einbrecher + viele badegäste, die in den letzten tagen in ihren garderoben den intimbereich gewahrt glaubten, irrten gewaltig + die polizei war dabei. das oberlandesgericht münchen hatte der exekutive die videoüberwachung gestattet. wir sind keine spanner, betonte der polizei-oberst bezüglich des ungewöhnlichen drehorts + wien: auf tour mit dem hunde-kontrollor + schwerpunktaktion im augarten. polizei hat hunde und deren besitzer im visier + der park präsentierte sich menschenleer. in der stadt sind hunde die pest, der hund betrachtet die stadt als sein klosett. das darf man allerdings nicht persönlich nehmen, sagte ein ordnungshüter + und nun noch ein veranstaltungshinweis + freud und wittgenstein+ die sigmund freud-privatstiftung lädt zur vorlesung: freud und wittgenstein: sprache und menschliche natur von leon botstein, präsident des bard college new york. Weitere infos erhalten sie unter www.freud-museum.at + + +
Wieder am Schreibtisch, vor dem Dutschke-Text. Dieser war auch nach England geflüchtet. Wenigstens sein Kopf hatte sich zwischenzeitlich beruhigt, das mußte am Prinzip Hoffnung liegen.
Zehn Uhr am Abend. Alles Denken ein konzentrisches Kreisen, er hätte wohl eine Gehirnspülung nötig. Plötzlich ein Ruheraum. Stillegefühl. Monotonie. Ein Innehalten. Der Monsterwhirlpool hat Pause. Überschwappen von Polizeisirenen am Horizont und von gegenüber ein leises Gejammer von Kleinkindern. Kinderschmerz. Vorsorglich ein Schnapsglas bereitgestellt. Also zum Kühlschrank, Napoleon heraus. Extra kaltes Bier dazu, das ist Vitamin pur für Biomasse. Der Satellit verspricht eine französische Gaunerkomödie. Filmkunst aus 2004 in Schwarz-Weiß. Ein Pluspunkt. Der Eigensinn einer Frau kulminiert in Bankraub und Geiselnahme. Flucht nach Spanien, durch Algerien bis nach Griechenland. Todessehnsucht, Suizidbereitschaft, Meereslandschaft. Die Blendung der Sonne. Verzweiflung, wieder in Frankreich. Was zum Teufel ist daran komödiantisch? Geschichte und Eigensinn, ein wahrhaft umkämpfter Platz.
Napoleon wärmt die Magensäfte. Kaltes Bier
verschafft Kühlung. Plus und Minus, Soll und Haben. Danach schleimt Harrison
Ford zum xten Mal einer nordamerikanischen Verschwörung entgegen. Ob und an
zerschneiden Hochtöne eines leidenden Kindes das Gehirn. Napoleon trinken, der
wärmt. Zum Schluß noch zum xten Mal Kevin Costner als Robin Hood. Er war in
England. Kalt und warm.
Mittwoch, 3. Mai
Um halb zwei am Nachmittag von einem bleiernen Schlaf erlöst. Er mag geträumt haben. Die Zunge pelzig, Gaumen trocken, tonnenweise Schwerkraft zwingt aufs Lager, der Brand zum Kühlschrank. Kalte Flüssigkeit lindert. Die Wasserflasche greifend zurück auf die Roßhaare. Roßhaarschwanz auf Roßhaarpolster. Halb zwei. Erinnerung an Sirenenbelästigung, Sirenenterror in Permanenz. Hier ist Frühling. Es ist hell. Ab ins dunkle Bad. Anziehen, frische Unterbekleidung, Aschenbecher entleeren. Routine zum Abwinken. Dann in die Küche. Etwas Suppe, das beruhigt den Magen diesmal nicht. Schnell den Topf vom Herd, es kann jetzt lange rinnen.
Im WC nichts Neues. Alles beim Alten. Wohliges Eintauchen in die Wärme der Fliesen. Aktivieren der Entlüftung. Der Stuhlgang, ein überraschend fester, kompakter Abgang. Speed kills. Zurück ins Bad, aktive Händereinigung, ein Akt von Selbstachtung. Wieder an den Herd! Dann die wiederholte Botschaft. Der Ruf nach dem Klo ist eindringlich, drängender, verlangender denn je. Eintragung ins Klobuch: Früher, so wurde gesagt, war das Klo die Kirche des Atheisten. In Ermangelung eines Gottes haben sie vermutlich alle zu saufen begonnen. Aber wer eine Kirche benötigt, der ist doch zumindest noch immer an etwas zu glauben bereit. Nein, das Klo ist keine Kirche. Das Klo ist ein langer, dünner Scheißfaden. Das Klo ist ein warmes, kleines Rinnsal. Es fließt und rinnt. Das Klo ist der Ort, wo sich menschliche Existenz oder das, wofür man sie hält, zur bloß flüssigen deformiert. Am Klo ist die Trennung von Natur und Kultur aufgehoben. Insofern ist es ein magischer Ort. Ein 1000jähriges Sodom.
Etwas war herausgefallen. Alles voller Tropfen, gelblich-bräunliche Flecken auf weißer Short, auch die Hose, die eigentliche Hose, befleckt. Ebenso die Muschel, die Fliesen auch. Jetzt ist Vorsicht geboten, um weitere Entgleisungen zu vermeiden. Zurück aufs Brett, es muß ausgeronnen werden. Das ist wie beim Schächten.
Ein erneutes Ritual, immer mit Papier, so weit war es gekommen. Dann ein vorsichtiger Versuch in Biotechnologie. Abstreifen der Hose, synchron die befleckte, weiße darunter. Weiße Unterhosen erinnern an Pioniere. Alles waschen, solange man wäscht, existiert man. Eine erneute Einübung. Entlüften. Und die Suppe war auch schon kalt.
Heute ein Fortschritt im Text. Argumentation mit Exzerpten untermauern. Diese werden sorgsam eingefügt. Ein formaler Akt. Beim Schreiben ist Geduld vonnöten. Disziplin. Es muß finalisiert werden, was schon da ist! Den Sack schließen, Ideen sind schneller als Gegenwart. Einwegticket inklusive. Zurück in die Vergangenheit auch möglich. Holzwegexistenz. Abdriften in das Irrwegsein eingeschlossen. Glücklicherweise gibt es Roßhaarpolster. Schreiben ist idealerweise nicht laut.
Dunkelheit erleichtert die Orientierung. Das Schweigen der Lärmer. Kein schweres, aufdringliches Gerät draußen, das kreischt und saugt und einem die verkaterten Gehirnwindungen seziert. Glücklicherweise schlafen die Lärmer da draußen, um morgen wieder anzuheben. Heute Vodka wegen der Verträglichkeit. Aus Solidarität für die Geschichte. Dazu kaltes Bier aus dem Kühlschrank, das fließt direkt ein. Das spanische Roadmovie steht heute an. Spanische Produktionen schlucken amerikanische. Wie nordeuropäische. Wie französische. Die Zeit der großen Italiener ist hingegen vorbei. Die waren von den Freunden, den Nordamerikanern, weggespült worden.
Eine Autobahnraststätte. Ein Pornovideohändler.
Eine Frau, sehnsüchtig nach Portugal. Nach Freiheit - sie scheitert am Klo an
einer defekten Wasserspülung. Eine vor familiärer Brachialität Flüchtende
auf Autobahnen und Autobahnraststätten. Und ein vor sich selbst flüchtender
Nomade, auf der Flucht vor dem, was ihm alles begegnet und begegnen könnte.
Verkörperung einer schicksalhaften Geworfenheit. Existenzialismus pur. Kein
voneinander Loskommen. Und kein Entkommen. Determinismen des Fluchtprinzips: das
männliche als Mythos des Sisyphos, als pornovideobewegender Fluch zur
Permanenz. Soziopathie als Bewußtseinsverlängerung. Das weibliche letztlich
als Freiheit zur Todessehnsucht im Vollzug. Kopfschuß als
Bewußtseinsveränderung. Fluch des europäischen Chauvinismus. Heideggers law.
Schön die Bewußtlosigkeit auf schwimmendem Roßhaar. Liquidation.
Donnerstag, 4. Mai
Heute ein klarer Blick, der mehr strukturiert. Den Napoleon zum Müll, der ist ein pfütziges Waterloo. Den Einkauf planen, mitnichten. Das Bier alle. Und noch etwas kaufen, das soll fit machen. Hitze in der Küche durch Sonneneinfall. Der Mülleimer voll. It's summertime again down on pretty park (Kevin Coyne). Voll das Leben. Müllsack aus seinem Behältnis. Weiteren Unrat hinein. Zunächst die leeren Bierdosen, platzsparend zusammengequetscht. Die Hände ähnlich wie Greifarme auf Schrottplätzen. Alles entsorgen. Vor allem Dosen, die zuerst entsorgen. Es stinkt schon.
Am Balkon der Zigarettenkippenabfalleimer, Sammlung über Monate hinweg. Ein Klebeband zum Verschließen, so wird Konsumgeschichte entsorgt. Rein in den großen Müllsack, ein weiteres Klebeband, jetzt die Mutter aller Müllsäcke. Verschnüren. Raus damit ins Vorzimmer. Schuhe überstreifen, ab ins Stiegenhaus. Eine Spur von Schweißtropfen am Boden. Der Lift: tot. Also kein Lift. Zu Fuß hinunter. Also heute kein Einkauf. Zu Fuß zurück. Abschwitzen in der Wohnung, in relativer Sicherheit vor Herden von Straßenlärmern. All the world is full of fools (Kevin Coyne). In der Küche immer noch Hitze. Darin eine Ansammlung verwaister Mülleimer. Distribution. Was im Großen nicht funktioniert, klappt im Besonderen. Ausmistexistenzialismus. Der Dosenschrottplatz zum Kühlschrank, neuer Müllsack hinein. Der Zigarettenkippenabfalleimer auf den Balkon, Müllsack hinein. Ein Muttermüllsack in das Mutterabfallbehältnis für die Küche. Deduktion des Entsorgungsrituals.
Dann zum Geschirrspüler, der ist randvoll. Zeit zum Spülen, zum Waschen, vielleicht funktioniert der Lift inzwischen wieder. Eine rezeptfreie Tablette hinein, mit Tabletten geht alles viel leichter. Der 40-Minutenwaschgang reicht. Inzwischen Tee verflüssigen. Die Küche, eine dampfende Sauna. Die Fenster verschlossen, wegen der Baustelle auf der anderen Straßenseite. Heute kein verunglückter Kranführer zur Abwechslung. Führerpersönlichkeiten sterben leicht. Jetzt endlich die braune Brühe genießen.
Tee und Zeitung. Von Lektüre keine Rede. Konkurrenzbeobachtung der Wirtschaftsblätter. Spiegel der Lärmer. Wochenspiegel für Gummianzüge. Tagesspiegel für Fischer. Donaukurier der Bademeister. Standard für Taucher. Groschenzeitung für Anal-Phabeten. Bezirkszeitung für Heimwerker. Tagesanzeiger für Frühduscher. Bild der Mitschwimmer. News für Kneipper. Presse für Gartenzwerge. Profil der Stalinisten, der Systemdemokraten, der Christlichsozialen, der Grünen, der Faschisten, der Nationalisten, der Schaumschläger, der Landwirtschaftssubventionsempfänger, der Kaufsüchtigen, der Weinbauern, der Raiffeisen- und Siemensschickeria, der Anal-Ysten, des IT-people, der BOBOHs, der Bischöfe, der Manager, der Prekarier, der Fleißigen, der Durchschnittlichen, der Polizei, der (freiwilligen) Feuerwehren, der voreilig Gehorsamen, der Ehrlichen, der Militaristen, der Sondereinsatzkommandos, der Speckgürtelbewohner, der Stammtischalkoholiker, der Mercedarier.
+ + + iran, hamas, irak-debakel, china, nordkorea, burma ... und fast schon ganz lateinamerika + kokabauern gegen den geiz-ist-geil-fetischismus, putins öl- und gasmafia + stattdessen ressourcenverteilung im Volk + + +
Der Waschgang ist zu Ende. Der Journalismus auch.
Beim Öffnen der Waschautomatentür der notwendige Saunaeffekt. Verteilung im heiß-feuchten Milieu. Dem Klo sehr ähnlich. Auch dem Müll. Kaffee- und Kleingeschirr zum Trocknen heraußen lassen, ebenso Holzlöffel und ähnliches. Töpfe zur Vermeidung von Feuchtigkeit in den Schränken manuell trocknen. Besteck und Gläser sofort schwitzend einräumen, die Schranktür wegen der besseren Belüftung offen lassen. Ein Kontrollblick zum Lift. Der ist neuerdings unterwegs, Aussicht auf kühles Bier.
Automobile können durch Shopper ersetzt werden. Manche sind in schottischem Design gehalten, sie verfügen über so ein Kilt-Muster. 60 Euro im Shopper-Shop. Sehr zuverlässig, können 50 Kilo befördern und haben überdies fünf Jahre Garantie. Ein perfektes Preis-Leistungsverhältnis. So sind Autos Luxus. Autos stinken, machen Lärm, verstellen den Lebensraum und sind ein plausibler Kriegsgrund. Ein Auto ist Mittel zum Terror. Das leuchtet ein, Autos sind in.
Im Junk-Supermarkt kein Budweiser in 6-packs. Nur Jever, Warsteiner und Heineken. Eine Palette Budweiser, das macht 24 Dosen, das hält vier bis fünf Tage, abhängig vom Schnapskonsum. Dann noch frische Chilli, größer als Glasgurken, die halten ewig. Supergau-Chillis eben. Napoleon ignorieren, es gibt noch Vodka. Flucht aus einer Superanstalt, die Bankomatzahlgewohnheiten an der Kassa grundsätzlich mit Fragen wie: "Bankomat?" ignoriert.
Nachtasyl. Wieder bis Mitternacht gearbeitet.
Langsames Versiegen der orientalischen Gesänge aus dem Hinterhof. The nighttime
is the right time. Heute eiskalten Vodka mit kaltem Bier. Dazu ein
Schwarz-Weiß-Film, eine amerikanische Komödie aus dem Nachkriegsdeutschland
mit Gary Grant als männliche Kriegsbraut. Odyssee eines Optimismus, die von
Heidelberg über den Teich nach New York führt. Sie endet mit einem Blick auf
die Freiheitsstatue. Mit einem Blick auf die grüne endet alles.
Freitag, 5. Mai
Den Ausgang verweigern, nicht das Austreten.
Immigration ins Lager, Ghetto der Isolation. In Isolationshaft verschwimmt Sein
und Schein, Realität und Imagination, Tag und Nacht. Im Grunde genommen sind
alle Idioten, die sie fürchten. Die Angstflut regiert. Mehr Panik auf die
Titanic, denn sie warten immer und fragen überall:
- Sind Sie infiziert? Wir sind noch zu wenige. Nein, nicht angesteckt, keine
Angst? Wissen Sie, das ist die Zukunft. Wollen Sie nicht? Ach so, Sie haben Pol
Pot noch erlebt? Den finden Sie besser? Das ist aber nicht erfreulich. Hauen Sie
ab! Gehen Sie, gehen Sie ... scheißen.
Schon hatte Ahab die Muschel geflutet. Es empfiehlt sich Vodka, besser mit Marihuana, kein Koks, da dreht man durch. Viel Ionesco, auch Camus, keine deutschen Idealisten und Existenzialisten. Und viel Tom Waits und Nick Cave. Die schwarzen Alben von Coyne, erst unlängst wieder gehört. Kazuki Tomokawa. Albert Kuvezin.
Die Spätnachrichten um Mitternacht systematisch ausgedünnt. Präsentation von Siegern und Verlierern einer prominenten Tanzshow im Hauptabendprogramm. Schlagzeilen, die bewegen, so calmiert man den Quietismus, das muß man einmal fertigbringen. Wahrlich glückliches Bewußtsein ist auch rezeptfrei. Das hat definitiv Orwellsche Ultra-Dimensionen. Es empfiehlt sich Vodka, besser Marihuana, doch noch Koks. Oder Sartre, auch Camus, kein Heidegger. Und viel Nico und Nick Cave. Die schwarzen Alben von Coyne. Element of Crime. Kazuki Tomokawa. Rio Reiser.
Und kaltes Bier, viel kaltes Bier zum Wärmen der Magensäfte. Jawohl, zum Wärmen. Heute tanzen wir wieder den "Marsch des Einen gegen 100 Millionen". Bis zum Grauen des Morgens. Mix yourself! Dance the dawn.
Rezension I Buchbestellung I home 0I08 LYRIKwelt © by Klaus Nöstlinger