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Landschaft
(aus: In den
Gedächtnisfächern, Frühe Gedichte,
2006, Allitera Verlag)
Von einem Wald erstickt,
von einem Fluß zerschnitten,
in Straßen eingeschnürt,
an Drähten aufgehängt.
Und Tritte, Tritte, Tritte
im Sand, im Schnee, im Lehm,
Flüchtige Schrift auf Bänken,
in Körbe eingefüllt,
auf Kähnen aufgestapelt,
beflaggt mit Schifferwäsche,
die fahren ohne Ende
vorbei an leeren Höfen,
von kaltem Licht beschienen,
von Hunden eingekreist.
Der Abend steht im Land.
Die Wäsche friert am Himmel,
in Brücken wohnt das Eis,
der Wintermond fällt ein
und schlägt die Kähne leck.
Und Tritte, Tritte, Tritte
im Lehm, im Sand, im Schnee.
Rezension I Buchbestellung I home IV06 LYRIKwelt © W.N.