Neapel ode rdie Reise nach Stuttgart von Hans Neuenfels, 2001, Jung und Jung

Hans Neuenfels

aus: Neapel oder die Reise nach Stuttgart

Hans Neuenfels über das Glück

"Es waren die Künstler, die mich lehrten, daß das Glück grausam sein kann. Und unglaublich kurz. Erschreckend eher. Fast immer kommt es auf Kosten anderer daher. Eisig ist es. Gemein. Obszön. Von blendender Schärfe, von furchtbarer Zufälligkeit, und setzt den Mut zur hilflosen Enttäuschung voraus. Ja, es ist sogar hinterhältig und fahrlässig bis zur Selbstaufgabe. Es hat nichts mit heiler Welt zu tun. Nur eine Gesellschaft, die glaubt, daß sie alles in der Hand hat, versucht das Glück mit den besser gewordenen Menschen in Verbindung zu bringen, als ob das Glück ein Fleißkärtchen wäre, ein Ansporn."

Rezension I Buchbestellung I home 0I04 © LYRIKwelt