Michael Nemo

Feuer im Regen

Schwerer Regen prasselt nieder
von der Kälte steif die Glieder

Harter Regen, keine Tropfen
tausend Blöcke sind es, klopfen

Hämmern auf die Straße ein
die erhellt wird von dem Schein

Eines Feuers, das da lodert
auf dem feuchten Holz, das modert

Doch das kleine zaghaft Feuer
frisst sich wie ein Ungeheuer

Durch das faule Holz, das tote
wie ein Tiger mit der Pfote

Reisst es ab mit seinen Pranken
morsche Teile, schwarze Planken

Kommt es dann zum Kern vom Holz
ist es ganz besonders Stolz

Hat es doch gefunden jenen blanken
Teil des Holzes statt dem kranken

Löscht der Regen jetzt das Feuer
starb es stolz, das Ungeheuer.

Rezension I Buchbestellung IV02 © LYRIKwelt