Himmel und Hölle von Alice Munro, 2004, S. Fischer

Alice Munro

Himmel und Hölle
(Leseprobe aus: Himmel und Hölle, Erzählungen, 2004, S. Fischer - Übertragung Heidi Zerning)

„Immer wenn ich nach Hause fuhr, geriet ich in Gefahr. Nämlich in die Gefahr, mein Leben mit anderen Augen als den eigenen zu sehen.
Es als eine immer größer werdende Stacheldrahtrolle aus Wörtern zu sehen, verschlungen, verwirrend, unbehaglich – ganz im Gegensatz zu den reichen Hervorbringungen, den Mahlzeiten, den Blumen und den Stricksachen aus dem häuslichen Wirken anderer Frauen. Es fiel mir dann schwerer, zu sagen,
dass es die Mühe wert war.
Für mich ja, vielleicht, aber was war mit den anderen?“

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