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Götterschlaf
(Zitat aus:
Godenslaap/Götterschlaf,
Roman, 2008/2010, DuMont
- Übertragung Christiane Kuby).
Ich
habe mich immer vor dem Akt des Beginnnes gefürchtet.
Vor dem ersten Wort, vor der ersten Berührung. Diese Unruhe,
wenn sich der erste Satz bilden soll, und nach dem ersten der zweite.
Die Unruhe und die Aufregung, als zöge man den Tisch weg, unter
dem ein Körper ruht: schlafend oder tot. Und auch die Sehnsucht ist da
oder Wunschtraum, den Stift zu einer Pflugschar umzuschmieden und
ein gerade beschriebenes Blatt wieder umzupflügen, auer zu den Zeilen,
Furche nach Furche. Dann würde ich auf einen blanken Acker zurückblicken,
auf all das, was der Pflug zutage gefördert hat: durchgerastete Eimer,
Stacheldraht, Knochensplitter, Bettstäbe, einen Blindgänger, einen Ehering.
(...)
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