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aus: Ernestine geht
Sie hat immer in der Bank
gearbeitet, sie war eine Expertin und Vertrauensperson, sie wollten sie nicht in
Pension gehen lassen. Sie hatte alle Fristen, Namen und Summen im Kopf. Als sie
einmal einen Termin zum Aktivenverkauf versäumte, hat sie aufgehört, beim
ersten Fehler, wie sie es sich vorgenommen hatte. Ganz der Mutter gewidmet hat
sie sich dann.
Die Mutter las und las. Welche Bücher? War die Mutter schwermütig?
Schwermütig geworden vielleicht. Wie Mary, zeitweise, später. Ernestine hat
während des Rückwegs von der Bibliothek, auf einer Bank, in den Büchern
geblättert, die die Mutter lesen wollte. Sie selbst hat keine Zeit zum Lesen
gehabt. Nach der Arbeit war sie müde. Die Mutter schickte sie um neun ins Bett.
Du mußt jetzt schlafen gehen. Sie sagte das noch, als Ernestine schon
Prokuristin war.
Valerija meint, die Kriege dieser Zeiten hätten die Frauen zu für sie
ungünstigen Mehrheiten gemacht, das betreffe auch Liebe, Ehe, Kinder. Sie hatte
Brunos Weigerung begriffen, Ernestine als sitzengebliebenes Mädchen
hinzunehmen.
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