Michèle Métail

Ich kam nach Berlin...
(aus: Gehen und Schreiben.Gedächtnis-Inventar, 2002, Band 10 der DAAD-Buchreihe SPURENSICHERUNG)

Ich kam nach Berlin mit der Idee, mich vom Ort leiten zu lasse, Ich wollte nicht eingesperrt bleiben und arbeiten, als wäre ich einfach irgendwo anders. Der Ort war ja gerade einzigartig. Also bin ich in der Stadt umhergegangen und habe versucht, meine Wahrnehmung von ihr zu schärfen. Die Frage des Rahmens und der Linie brachte mich dazu, einem architekturbezogenen Motiv besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen: dem des Gitternetzes, vor allem, wenn es sich mit Glaswänden verband. Die Stadt reflektiert sich darin in gebrochenen Bildern, in anamorphischen, fragmentierten Objekten.

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