Ich trete ab
Ich trete ab von dieser Welt
wo alle Menschen Masken tragen
wo Kriege matte Worte begraben
Ich trete ab von dieser Welt
wo Liebe und Lust einander dienen
wo Herzen spielerisch mit Leichtigkeit zerfielen
wo Seelen fallen klirrend zu Boden
Ich trete ab von dieser Welt
wo Glocken läuten, die nie gehört
Ich trete ab vom Laufsteg der Eitelkeiten
wo Geld allein teilt die Menschen
wo Ellenbogen bahnen sich den Weg
wo Moral wird mit Füßen getreten
wo Kinder betteln um ihr täglich Brot
wo Konzerne teilen die Welt in Leben und Tod
wo Politiker versagen
Völker fragen
nach dem Wieso,
Was und Wo ?
Ich trete ab von dieser Welt
wo Falschheit leuchtet rot wie Mohn
wo Unwelt wird zerstört durch des Mammons Ton
wo Mutter Erde birst in Jahren schon.
Ich trete ab -
Ich trete ein in eine Welt
wo mein Wähnen den Frieden findet
wo Ruhe ungestört der Welt den Rücken windet
wo Liebe ewig lebt
dem Licht zustrebt
Trete aus den Grüften, Kellern und Gemäuern
lasst die Trauer zurück und ruhen
auf Bänken und auf Stühlen
wandet euch in bunte Tücher
geht hinaus, feiert, tanzt
fast einander bei den Händen
seid vergnügt ganz ohne Scharm
esst vom Brot des Lebens
trinkt vom Wein der Wahrheit
gedenket meiner im Reigen der Zeit -
Rezension I Buchbestellung II03 © LYRIKwelt