Gerhard Meibers

Mondnachtpoesie

Es ist die Poesie,
tief in der Nacht,
die in den Zweigen 
der Bäume erwacht,

wenn der volle Mond 
zur Krone greift,
seine Majestät betont 
und das Gestirn sich neigt.

Wenn die Stille des Atems 
ihre Laute vernimmt,
und das Licht der Laterne 
beinahe verglimmt.

Wenn dann die Häuserkuppen 
aus den Schatten steigen,
erklingt ganz sanft 
der lyrische Reigen

Und wenn auch ein Aug
nach Schlaf sich sehnt,
bedenk: heut nacht
hat dich die Poesie verwöhnt

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