Fall lvon Colin McAdam, 2010, Wagenbach

Colin McAdam

Fall
(Leseprobe aus:
Fall, Roman (2010, Wagenbach - Übertragung Eike Schönfeldt).

Als ich ans St. Ebury kam, sagte jeder:

»Ihr Vater ist ein italienischer Graf. «

»Quatsch. «

»Die tragen beim Abendessen Handschuhe. «

»In Wirklichkeit heißt sie Fallon. «

»Fallon Fitzgerald Destaad. «

»Destindt. «

»Sie ist kalt. «

»Sie ist komisch. «

»Sie ist zickig. «

»Sie ist schlau. «

»Sie ist die schlaueste an der Schule. «

»Ihr Vater macht in Hightech. «

»Ist reich. «

»Stinkreich. «

»Hat IncoTel gegründet. «

»Ist IncoTel. «

»War IncoTel, hat den Laden verscherbelt und einen

Haufen

Kohle gemacht. «

»Schweinekohle. «

»Die Mutter hat alles genommen. «

»Die sind geschieden. «

»Ich hab sie zusammen gesehen. «

»Die sind ständig in der Zeitung. «

»Sie ist die schlaueste an der Schule. «

»Ihre Haare sind kastanienbraun, reines Kastanienbraun,

und Natur, ich find’s schön. «

»Ich will sie als Freundin. «

»Sie ist meine Freundin. «

»Ich liebe sie. «

Ich weiß noch, wie ich sie zum ersten Mal im Aufenthaltsraum

im Erdgeschoss gesehen habe, wie sie vor der

ganzen Schule vorbeischwebte.

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