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Der Pfau
(Leseprobe aus: Schlichte Gedichte, 2003, Zsolnay)
Der Schönheit, die ihm Gott gegeben,
der Schönheit nur weiht er sein Leben.
Er liebt den Beifall, schlägt sein Rad
und trägt, stolz, wie ein Potentat,
auf seinem Kopf, der etwas klein,
ein Krönelein.
Doch plötzlich stellt man fest beklommen:
Nichts auf der Erde ist vollkommen!
Kaum läßt er tönen seinen Schrei,
ist’s mit der Schönheit schon vorbei.
Die Stimme, die ist miserabel.
Sei schön – doch bitte:
Halt den Schnabel!
Rezension I Buchbestellung I home IV07 LYRIKwelt © Zsolnay