Es war einmal ein Kind...
Es war einmal ein Kind,
es lebt brav und ohne Sünd,
es hatte Mutter, es hatte Vater,
Bruder und Schwestern,
ich denke stets, es wäre gestern.
Die Liebe dominierte,
ich war von allen die vierte:
Zuerst war mein Bruder,
er führte das Ruder,
meine Schwestern - sonnig froh,
die ältere Helene,
die erste, die schöne,
dann Anna, die kluge,
sie tat alles im Fluge.
Ich schreibe ein Märchen, das niemals war.
Oder doch? ich bin mir nicht klar.
"Es war einmal" so fing es an.
Gedanken kommen dann und wann.
Ich lache und liebe, kann's nicht verstehn,
Ich esse und trinke, als wär' nicht geschehn.
Doch reißt die Last mein Herz in Stücke,
die Seele weint schon hundert Jahr.
vielleicht mein Märchen ist doch nicht wahr?
Ich kam von Nichts und geh' ins Nichts.
Und heute ist Jiskor.
Rezension I Buchbestellung I home IV09 LYRIKwelt © E.M.