Valerio Magrelli

Ich bewohne meinen Geist


Ich bewohne meinen Geist

wie ein gesetzter Gutsherr seine Ländereien.

Den ganzen Tag über besteht meine Arbeit darin,

aus ihnen Gewinn zu ziehen,

und mein Gewinn darin, daß sie für mich arbeiten.

Dann, vor dem Schlafengehen

trete ich ans Fenster, um sie anzublicken

mit der Ehrfurcht des Menschen

vor seinem Bild.

Mein Geist bewohnt mich

wie ein gesetzter Gutsherr seine Ländereien.


(Übersetzung: Theresia Prammer)

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