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Reisende in der Nacht
(Leseprobe aus: Reisende in der Nacht,
Roman, 2007, Edition
Nautilus - Übertragung Andreas Löhrer)
Wir haben den reisenden Poeten nicht weiter als zehn Schritte von Père Foucaulds Steinhaufen begraben, aber sein Steingrab wird von einem kleinen Felsen versteckt, so dass keiner von beiden durch die Gegenwart des Nachbarn gestört wird. Sie erzählten zu unterschiedliche Geschichten, als dass sie sich zu Lebzeiten gemocht hätten, sie werden auch jetzt nicht lernen müssen, es zu tun. Es gab keine Zeremonie, und ich weiß, das ist Sitte bei den Tuareg, doch ich glaubte auch keine besondere Ergriffenheit im Lager zu sehen. Und was das ist, weiß ich nicht. Das Einzige, was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass unsere Expedition schnell zu Ende gebracht werden muss: Man kann ohne einen guten Poeten nicht lange in der Wüste arbeiten.
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