Der letzte Tag des
Präsidenten
(Leseprobe aus:
Der letzte Tag des
Präsidenten, Roman, 2001, Unionsverlag
- Übertragung Doris Kilias).
Es war ein glücklicher Tag, als unsere
Verlobung bekannt gegeben wurde. Damals schien ein Traum wahr zu werden.
Als wir anfingen zu arbeiten, waren wir plötzlich mit völlig neuen Problemen
konfrontiert. Drei Jahre geht das nun schon so, und wir sind bereits
sechsundzwanzig Jahre alt. Aus dem Liebenden von einst ist ein erschöpfter, sich
ohnmächtig fühlender, mit Sorgen belasteter Mann geworden. Wir plaudern und
tuscheln nicht mehr, wir diskutieren nur noch die aktuelle Lage, und zwar so
intensiv, dass man uns auch in der Wirtschaftsabteilung einstellen könnte.
Wohnung, Möbel, Haushaltskosten. Weder weiß Randa eine Lösung, noch ich. Das
einzige, was wir besitzen, sind Liebe und Beharrlichkeit.
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