Schädelstätte
Schienenstränge aus endlosen Weiten
Spuren der Zeit am Leib der Erde
und im Gedächtnis der Welt
Gerichtet auf das eine, das erdschwere Ziel
jene Endlösung, immer noch weit entfernt
damals im Land unter dem Haken-
kein Kreuz an den Schneisen kein Stern
wo man Sterbende aus den Waggons kippt
wie anderen namenlosen Ballast
Für das letzte Lager nur halbwegs Lebendige
noch gehfähig für die Triage zwischen den Rampen
doch verdammt sie alle, sofort oder später
Namen zu Nummern und Rauch
über der Schädelstätte
wo Überlebende
für immer gezeichnet werden
Rezension I Buchbestellung I home 0I06 © LYRIKwelt