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Die Böen, Hirten …
(Leseprobe aus: Quellenkunde, Gedichte,
2007,
Lyrikedition 2000, Hrsg. von Norbert
Hummelt)
Die Böen, Hirten/ des Staubs, bewirten
mit Staub die Steine,/ Gesträuch und Steine,
und ziehen rötlich und ruhiger fort.
Ich soll bestehen,/ dort wo sie verwehen?
Die Stirn, ein Flirren?/ Basaltadern klirren.
Ein langer Schatten? Wer sieht diesen Ort?
Fiktiv das Dauern,/ im Spiegel trauern
die Flugsandwehen,/ die ich gesehen?
Ein Strom von Menschen, die einzige Wand
aus Glas: ich sehe/ mich atmen und gehe
durch lange Gänge/ nur vage gelänge
das Bild der Wüste, erinnertes Land.
Versengte Öde,/ kein Name, spröde
zerfallen Jahre,/ was ich bewahre,
nenne ich Strömung und Anlaut der Angst.
Die Böen, Asche/ … ich hörte es: Asche …
umkreist die Mitte/ des Sturmes, die Schritte:
Nicht ist zu nennen, wohin du gelangst.
(Negev und Flughafen Tel Aviv;
nach: Die güldne Sonne)
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