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Wenn ich wüsste wohin
(Leseprobe aus: Wenn ich wüsste wohin,
Roman, 2007, Zytglogge)
Es muss doch Wege des Ausbruchs geben, plötzliche, dramatische Wendungen. Ein Wort, das schlagartig den Alltag ins Wanken bringt, einmal nur, ein einziges Wort, zur befreienden Abwechslung, heute bitte. Aber welches? (...)
Ich verstehe die Winke, so zart sind sie nicht: Ich bin älter geworden, und man siehts, bin eine Herbst-, nicht Frühlingsfrau, ob ich es wahrhaben will oder nicht. Einverstanden. Aber was kann ich dafür, wenn in meinem Körper die falsche Jahreszeit ausgebrochen ist, der Frühling mit Rosen und Illusionen und allem, was dazugehört? Ist es meine Schuld, dass ich mich wie achtzehn fühle und mir die Einsicht nicht in den Kopf will, dass eine Achtzehnjährige im Leib einer Neunundvierzigjährigen nur Unheil anrichten kann? (...)
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