Septembergewitter
(Leseprobe aus:
Septembergewitter,
Roman, 1937/2001, Wallstein-Verlag,
hrsg.
von Jürgen Dierking)
Und Tine sah die Stadt liegen: klein zwischen
Wiesen am braunen Fluß, Brücken und den Hafen, die dicken dunkelgrünen
Baummassen des alten Walls und das sanftgrünspanig leuchtende Kirchturmdach und
das schwarze Schiff im Dock und den weißen Vergnügungsdampfer, der unter den
Brücken durchfuhr, mit zurückgelegtem Schornstein, und in die Wiesen hinaus,
und am Fluß den Kirchhof mit den winzigen Kreuzen und Grabsteinen - und Wiesen,
Wiesen ringsherum mit kleinen Kanälen und Flüssen und darauf schwarze Kähne
mit braunem Segel und alles so still und unbewegt im Nachmittagslicht. Kühl war
es hier oben und klar, eine leichte Luft, und Tine sagte:
»Wie friedlich liegt
das da, wie muß man da idyllisch wohnen.«
Aber Herr Gyldenlöv sagte:
»Das
sieht wohl nur von oben so aus.«
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