Henriette Kunz

Sehnsucht

Schriften zerfallen unter deiner Welt,

so straff ich die Seiten auch setze.

Nichts ist im Leben. Geronnenes Blut

hat keinen Mut

den Teppich zu erklimmen,

Den man sich selbst bereitet

auf Hungerpfaden, mit Krähen

im Blick.

Wünsch ich mir doch nur, du -

das Wort führend

unter den Wunden;

Mit Mörderblick beiß ich dich

von den Nägeln:

Mir zum Trotz schmeckst du bitter.-

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