Gefundenes Fressen von Jean Krier, 2005, Rimbaus

Jean Krier

Sind Schäume
(Leseprobe aus:
Gefundenes Fressen, Gedichte, 2005, Rimbaud).

Wäre Mattigkeit danach und sanfter langer Schlaf.
Aber Totengelage am Strand u alte schlaffe Haut.
Der Vater kam immer nach Haus. Kein Stein
auf dem andern. Aber Schweiß. Zum Überlaufen
in der Scheune hinten das Fass. Mutter u Mutter
schöpften schwitzend u keuchend. Totengelage
von der Dämmerung bis. Als wäre noch Herbst
und die Blätter fielen von ganz. Und einer, der
holte die Kastanien aus dem Feuer.

Plötzlich steht er auf der Düne oben, sieht sich, wie er oben
da steht und wie er sich oben da stehen sieht.

Rezension I Buchbestellung I home 0I10 LYRIKwelt © Rimbaud Verlag