Spätsommer
Unruhiges Wälzen,
das fahle Licht des nahen Herbstmorgens grinst.
"Ich will weg, die Qual beenden - abreisen!" -
"Was machst du nur für Sachen!"
Dein Blick ertrinkt im Erschrecken.
"Du darfst nicht so schnell aufgeben!"
Zögernd greift deine junge Hand meinen Nacken -
Deine Augen sprühen Aufbegehren,
deine rechte zupft an meiner Hüfte.
Unsere Stirnen verbinden sich,
dein zärtlicher Strom tankt,
während deine linke meine Wange wärmt.
"Bitte bleib!" hauchst du noch einmal
und dein Grübchen strahlt Zuversicht.
Der Herbst kann warten!
(2001)
IV01© LYRIKwelt