Allein
(Leseprobe aus: Holunderstunden, Gedichte, 1983/2005,
Kitab-Verlag -
Übertragung Alois
Hergouth)
Ich
schließe die Türen hinter mir zu,
ich schließe die Türen
hinter dem Mond, den Sternen, den Blumen,
ich schließe die Türen hinter den Vögeln,
die Türen hinter den Gärten,
allein wie der Wermut
blühe ich meine Traurigkeit,
allein wie das Meer
ruf ich die Kraniche Sehnsucht,
allein wie der Wind
sing ich die Psalmen des Todes, der Liebe,
ich schließe die Türen,
ich schließe die Türen mit wunden Lippen,
mit Händen, durchstochen bis an die Seele.
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