nüscht
(Leseprobe aus: Jahrbuch der Lyrik 2009,
S. Fischer, hrsg. von
Uljana Wolf
und
Christoph
Buchwald).
recht otterig gelegen auf müllig verwesendem
die beine hinter die öhrchen, verzogen die mimik
wenns knipst, dann gelächelt aus breiten organen
& die ahnen, wie spanferkel im grab sich gedreht
die bluse auf halbmast, geschritten mit großem
titanhaften wesen, ein stündliches bitten nach
kraulen und kratzen am rücken und tiefer
das endlose schwitzen, gesäugt an den zitzen der
kunst und verschwommen zerronnen das nuckelnde
schmatzen, geleckt & gesabbert
verzicht und vergangen
nüscht gefühlt im jewühl
Rezension I Buchbestellung I home 0I10/II10 LYRIKwelt © Claudia Kohlus