Thorsten Koch

Man sagt

Ein jeder kann nur wie er kann.
Doch will man nicht ein Jedermann

Und somit auch ein Niemand sein,
Vielmehr ein Grosser, ungemein!

In dem Gefühl, man sei bereit 
Für etwas mehr Bedeutsamkeit

Entschliesst man sich, in seinem Leben
Nach dem Höh'ren nur zu streben

Mittels einem hoh'n Geschick.
Sagen wir, man schreibt Lyrik.

(Beispielhaft sei's hier genannt,
ein solcher Fall: mir nicht bekannt.)

Schrieb man sonst nur Eins-zu-Eins
Bedient man nun sich eines Reims

Und textet auch versinnbildlichter
Sein erstes Werk. Der Titel: "DICHTER

Im Dichterkopf", halt! "In sei'm Gemüte
Herrschen Schönheit, Wahrheit und die Güte.

Das Schöne ist ein weisser Schwan,
Oft befall'n vom Grössenwahn.

Das Wahre ist wie blaue Seen,
Viel zu tief um drin zu stehn.

Das Gute ist die gülden Sonn',
Schnell hat man genug davon.

Wahnsinn, Sonnenbrand, gar Wassertod?
Ist es das, was einem Dichter droht?

Dies ist mein Ding wirklich nicht,
da bleibe ich doch lieber schlicht."

Ein jeder kann nur wie er kann.
Sagt man.

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