Uwe Kirchbichler

Leben

Ich habe mich gesucht,

so viele Tage nur verflucht,

im Stadtplan meiner Seele,

der,

unbekanntes Land,

gezeichnet war

von fremder Hand.

 

Ich bin umhergeirrt,

verzweifelt, traurig und verwirrt.

Mein Leben stets, der Linie

gleich,

gerade hin,

geordnet doch

von fremdem Sinn.

 

Doch brauch` ich dich, oh nein,

nicht, um ich selbst zu sein.

Dich nicht und nicht so manchen

andern,

allein um

eurer Wünsche

Spiegel nur zu sein.

 

Ich bin, ob mit dir oder ohne dich,

das ändert doch nicht viel für mich,

denn für mein and` res Leben,

das schon

heut` beginnt,

reicht aus,

was ich mir selber bin.

 

Und trotzdem bist willkommen du,

ein guter Teil zu sein dazu,

als Freund, Geliebte oder

Feind;

doch eben

bleibt es

doch mein Leben.

Rezension III01© LYRIKwelt