Leben
Ich habe mich gesucht,
so viele Tage nur verflucht,
im Stadtplan meiner Seele,
der,
unbekanntes Land,
gezeichnet war
von fremder Hand.
Ich bin umhergeirrt,
verzweifelt, traurig und verwirrt.
Mein Leben stets, der Linie
gleich,
gerade hin,
geordnet doch
von fremdem Sinn.
Doch brauch` ich dich, oh nein,
nicht, um ich selbst zu sein.
Dich nicht und nicht so manchen
andern,
allein um
eurer Wünsche
Spiegel nur zu sein.
Ich bin, ob mit dir oder ohne dich,
das ändert doch nicht viel für mich,
denn für mein and` res Leben,
das schon
heut` beginnt,
reicht aus,
was ich mir selber bin.
Und trotzdem bist willkommen du,
ein guter Teil zu sein dazu,
als Freund, Geliebte oder
Feind;
doch eben
bleibt
es
doch mein Leben.
Rezension III01© LYRIKwelt