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Tod
(Leseprobe aus: Das Knacken in der Rille,
Gedichte (2007, Parasitenpresse/Edition
Parasitenpresse)
Du sagst, es riecht nach Hund,
ich denke noch Gemütlichkeit und
Bürgertum, dann der Exkurs ins Riechzentrum
und mir geht auf, was ich bei ihm vermisste.
Hinter dieser Ecke links vom Ammonshorn steht
eine kleine Kiste, darin ein helles Fell,
ganz friedlich und auf tot gestellt
in seinem Körbchen der vertraute Mischling.
Es ist der Hund, der nicht mehr bellt.
Ich schrecke auf und schlucke kurz,
das war es also, was mir fehlt.
Es riecht nach Tod und
vor mir dampft ein Hundetörtchen,
und auch Kaffee ist schon bestellt.
(nach einem Motiv von William Carlos
Williams)
Rezension I Buchbestellung I home III07 LYRIKwelt © Parasitenpresse/D.K.