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Die
Ameiseninsel
(Leseprobe aus: Die
Ameiseninsel, Roman, 2001, Unionsverlag)
»Das Meer dehnte sich reglos und
weiß. Außer dem Klatschen der Ruderblätter war kein Laut zu hören.
Ruhig und ohne abzusetzen ruderte Musa schon die ganze Nacht. Als er sah,
wie das Meer weiß zu schimmern begann, vergaß er den Schmerz in seinen Händen,
die Müdigkeit und alles andere. Mit der aufkommenden Morgenbrise überkam ihn
ein Gefühl überschäumender Freude, und er legte sich in die Riemen, dass sein
Boot davonschoss.
Er hob den Kopf, und als er den Blick schweifen ließ, entdeckte er vor
sich die Insel. Er strich die Ruder, bis das Boot stoppte, stand auf, öffnete
die Arme und tat einen tiefen Atemzug. Vor ihm erhob sich ein Wunder.
Hingerissen blieb er im dümpelnden Boot stehen, bis die Sonne aufging.«
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